KobudoDie Heimat des Kobudo ist Okinawa, heute eine japanische Präfektur. Als die Insel um 1600 besetzt wurde, verboten die japanischen Besatzer jede Art von Waffe. Dies war der Beginn des Kobudo, da Gegenstände und Werkzeuge des täglichen Gebrauchs nicht den Charakter von Waffen hatten und somit das Tragen erlaubt war. Aufbauend auf ihrem Wissen in Karate wehrten sich die Okinawaner mit Alltagsgegenständen wie dem Wanderstab gegen z.B. vagabundierende Samurais.
Zu den grundlegenden Waffen gehören neben dem Langstock (Bo) außerdem die Sai, ein metallener Dreizack, und die Tonfa, eine Kurzwaffe aus Holz.
Im Schwarzgurtbereich kommen viele weitere Waffen dazu: Kama (Sicheln), Que (Hacke), Eku (Paddel) und viele weitere.
Während des Trainings tragen die Übenden eine schwarze Jacke auf weißer Hose, ein Symbol für die Gegensätze im Universum, das Prinzip von Yin und Yang.
Die Schülerinnen und Schüler tragen, unabhängig von der Graduierung, einen weißen Gürtel. Dieser soll Ausdruck der Bereitschaft zu lernen sein – denn (wie Jhonny Bernaschewice gern sagt): Es gibt erst dann nichts mehr zu lernen, wenn man tot ist.