OKINAWA 2016, Eindrücke aus einem Tagebuch:


 

 

 

 

 

 

1. Tag, Ostermontag: Abflug nach Okinawa. Für Peter war dies das 13. Mal. Für Thomas, vom Bewegungskunst Raesfeld und für mich war es die 1. Reise nach Okinawa, dort wo Kobudo entstanden ist. Nach guten Flügen und angeblich genügend Zeit um unsere Verbindungsflüge zu bekommen, was gar nicht so leicht war, kamen wir gut angeheizt, Dienstagabend in Naha, Hauptstadt der Insel an.

Unser Großmeister Jhonny und 3 seiner Schüler waren schon da. Nach einem gemeinsamen Abendessen, wo es leckere okinawesische Nudelsuppe gab, ließen wir den langen Tag ruhig ausklingen, da es am nächsten Tag sofort weiter ging. Nach dem Frühstück war ein Training mit einem okinawesischen Großmeister, Sensei Yamashiro, geplant. Um 9h waren wir in seinem Dojo, wo wir 3 Stunden lang trainierten und wo Techniken bis ins kleinste Detail erklärt wurden. Sehr beindruckend.
Mittags gab es dann 2 weitere Trainingsstunden im Budokan. Das ist eines der meist angesagtesten Dojos. Man kann dort vor Ort trainieren und es wird natürlich viel durch einheimische Großmeister und Kampfkünstler sowie auch ausländische Gruppen trainiert. Imposant, und ein erster Tag mit sehr vielen Eindrücken!

 

 

 

 

 

 

2. Tag: Er begann mit einem Besuch im Budokan. 2 Stunden intensives Training.
Der Rückweg zu unserer Unterkunft dauerte ein bisschen länger. Peter meinte einen Besuch bei der alten Unterkunft machen zu müssen, wo er in den vergangenen 12 Jahren immer übernachtet hatte.
Das Gute daran war, dass wir die Möglichkeit hatten den alten Tempel am Strand besuchen zu können. Auch den Park der dazu gehört. Historie pur. 
Um 17h ging es weiter mit dem Training, bis 21h bei Sensei Yamashiro. Vertiefungen der 1. Bo Kata. Ab 20h kam auch die Tonfa, ‚Polizeischlagstock’ zum Einsatz. Nach einem tollen Abendessen ging es dann weiter Richtung Bett. Es war schon etwas spät geworden.
3. Tag: Beginn um 9h bei Sensei Yamashiro. Angefangen mit der 2. Bo Kata. Auch hier sind wir
durch die Basis, die Grundschule, gegangen. Danach wurde die 1. Kata wieder angegangen.
Um 12h mittags war dann Schluss mit dem Training. Danach hat eine kleine Gruppe das Himeyuri
Monument, ein Museum in Itoman, besucht. Von 15h bis 17h war dann wieder Training im Budokan. Da gab es sogar eine Truppe die bis 19h weiter gemacht hat.

 

 

 

 

 

 

4. Tag: Es scheint so, dass sich die Mehrheit unserer Truppe mittlerweile an die Zeitumstellung gewöhnt hat und besser schlafen konnte. Es sei denn wenn abends/nachts noch lange diskutiert wurde. Gestartet wurde um 10h im Budokan. Nach 2 Stunden intensiven Trainings gab es für die Okinawa-‚new comer’ Gerd, Thomas und Carlos einen Besuch im Shuri-Castle. Die alte Burg aus der Zeit der Ryu Kyu Dynastie. Das war sicherlich ein weiteres Highlight. Also außer Training gab es auch noch ein wenig Kultur zu schnuppen – zu größter  Zufriedenheit. Abgehetzt kamen wir um 16.15h dann alle zusammen und es ging weiter zu Sensei Yamashiro. Dort wurde bis 20.15h trainiert, die 2. Bo Kata sowie viele andere Bo Techniken. Man versuchte heute früh ins Bett zu gehen, da es am nächsten Tag zu unserem „alten“ Sensei Gyakia gehen sollte. Auch da kam es zu einer  Änderung im Programm. Es sollte morgen trainiert werden. Okinawa eben. Hier scheint alles möglich zu sein.

 

 

 

 

 

 

5. Tag: Heute ging es zu Sensei Gakiya. Um 8h war Sensei Yamashiro bei uns um uns
abzuholen. Einmal angekommen, hat der Sensei sich riesig gefreut und wir wurden herzlichst empfangen. Schnell danach ging es in sein Dojo, wo wir ein Training absolviert haben. Sensei Gakiya hat uns Korrekturhinweise gegeben.
Thomas und ich hatten unsere Generalprobe und mussten einen Teil der Braun Gurt
Prüfung vorzeigen. Das war sehr aufregend und eine Ehre, das absolvieren zu dürfen.
Nach einem sehr intensiven Training gab es dann anschließend reichlich zu Essen. Von Sushi bis Yakitori, eine Riesenauswahl.
Anschließend sind wir zu Sensei Yamashiro gefahren, wo wir uns gemeinsam Videos angeschaut haben, über Matayoshi Kobudo. Die Waffen, Wettkämpfe, Vorführungen, alleine oder mit anderen, bekannte, einheimische Großmeister, teilweise aus den 70‘er/80’er Jahren – SO beindruckend!!! Bis jetzt war alles ein High-Light. Toll, Top, usw. Aber dieses war noch eine Schüppe oben drauf!!!
6. Tag: Heute kehrte der bisherige Alltag wieder ein. Das heißt, Training, Training, Training oder üben, üben und üben. Um 8h ging es zu Sensei Yamashiro, wo wir um 9h auf der ‚Matte’ standen. Es gab längere Gespräche über Kata/Bunkai und Kumite. Um 12h mittags war das Training dann zu Ende. Es ging wieder zu unserer Unterkunft zurück, zum Minshuku. Um 15 h war es dann wieder soweit für das nächste Training. Es war geplant von 15h bis 17h aber wir haben bis 18.30h weiter trainiert.
Danach essen, heute mal was anderes, Pizza Time! Später dann Duschen, und ins
Bett. Es wird immer spät hier … 
7. Tag: Auch heute ging es zuerst zu Sensei Yamashiro. Es wurde die 1. Bo Kata nochmal gelaufen. Danach die Bo Grundschule, die Hojo Undos. Thomas und ich mussten des Öfteren nach vorne kommen, und wir erhielten besondere Aufmerksamkeit. Wir erhielten Infos/Tipps für die Prüfung. Auch kam die Tonfa noch zum Einsatz. Danach gab es ein Mittagessen. Da der Budokan geschlossen war, war ein Fotoshooting am Strand geplant. Es sind tolle Actionbilder entstanden. Das Wasser/Meer war sehr verlockend. Es war aber keine Zeit für einen Tauchgang und da auch Haie vor Ort sein konnten, war das vielleicht auch besser so. Zum ersten Mal gab es ein bisschen Zeit um die Kokusai  Dori, die Einkaufsstraße in Naha abzuklappern. Morgen ist schon der letzte Tag. Viel passiert, gelernt, den morgigen Tag nochmal voll auskosten! Ohja, und eine Prüfung findet auch noch statt, aber erst wird um 9h trainiert.


Tag 8: Es neigt sich dem Ende zu. Aus 9h wurde 10h, bis wir auf der Matte im Budokan standen. Das letzte Training für die große Prüfung. Wir haben die letzte Sequenz von der Bunkai der
1.Bo-Kata durchgenommen. Wieder 2 Stunden lecker intensiv trainiert. Gut
aufgewärmt sind wir für das Finale. Nach einer leichten Mittagsmahlzeit ging es dann
um 16h zu Sensei Yamashiro, wo Thomas und ich unsere Braungurt Prüfung
absolvieren sollten. Es war warm und schwül. Die Prüfung hat 1 1/2 Stunden
gedauert, wo wir gefühlsmäßig 3 Liter Flüssigkeit verloren haben. Alle Hauptwaffen
sind zum Einsatz gekommen, Bo, Sai und Tonfa. Nach jedem Einsatz wurde Sensei
Yamashiro gefragt, ob er mit dem Vorgezeigten zufrieden war. Wir haben sofort
Hinweise, Vorschläge bekommen woran wir weiter arbeiten sollten. Prüfung
bestanden. YeaH! Unsere Senseis, Peter, Johnny und Yamashiro waren zufrieden.
Jetzt musste noch alles abgewickelt werden, essen und packen sollte auch stattfinden.
Also wurde es wieder spät. Um 5h klingelte schon der Wecker. Nach Hause.
Es war eine sehr intensive, gut durchorganisierte Reise, mit fantastischen Eindrücken
und Erlebnissen. Sehr viele, sehr positive Eindrücke gesammelt. Denke, das wird nicht
das letzte Mal sein, dass ich hier war. Osu Carlos.

 

 

 


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